Stopover in Bangkok! 2 ½ Tage Zeit

Bangkok ist die Drehscheibe in Asien. Die meisten Reisenden kommen hier mehr oder weniger „lang“ vorbei. Da ich letztes Jahr schon einmal 5 Wochen insgesamt da war, kenne ich mich in der Stadt schon gut aus. Dieses Jahr war ich mit einem Freund auf dem Rückweg von Indonesien und wir hatte 2 ½ Tage Zeit in Bangkok.

Was tun in 2 ½ Tagen?

Ich fragte meinen Freund „was möchtest du sehen“ und er meinte „das Wichtigste von Bangkok und Ayutthaya!“. Da Ayutthaya ca. 70 km entfernt von Bangkok liegt, blieben also noch 1 ½ Tage für Bangkok übrig. Somit entstand der folgende Plan:

  • Erster Tag: Mit dem Zug nach Ayutthaya und am Abend mal über die Khoansan Road laufen
  • Zweiter Tag: Bangkok Sightseeing – Grand Palace und Wat Pho. Anschließend etwas Shopping im MBK, Abends ein perfektes Dinner im „THE DOME at lebua“ und einen Cocktail in der Skybar
  • Dritter Tag: Rucksäcke packen und im Guesthouse stehen lassen, danach die letzten Baht auf dem Mo Chit Market ausgeben bevor es an den Airport geht

Auf den Weg nach Ayutthaya

Da unsere Unterkunft nicht weit von der Khoansan Road entfernt lag und dazu noch die Buslinie 53 vor der Haustür vorbei fuhr, nutzten wir diesen Bus, um früh morgens an den Hauptbahnhof in Bangkok zu fahren. Die Züge nach Ayutthaya fahren recht häufig und der Fahrplan kann im Internet angesehen werden.

Am Bahnhof gibt es die Fahrkarte für die dritte Klasse für knappe € 0,50 bis nach Ayutthaya. Komfort wird nicht geboten, jedoch dafür eine gute Verspätung. Die Fahrt soll laut Fahrplan ca. 1 ½ Stunden dauern, jedoch sollte man noch ca. 1 Stunde Verspätung dazu rechnen. Die Fahrt ist sehr angenehm und so schaukeln wir an Baustellen für die neue Schnellbahntrasse, Reisfeldern, Seelandschaften mit Unmengen an Störchen und Reihern vorbei, bis uns Ayutthaya freundlich empfängt.

Ayutthaya und wie besichtige ich es am Besten

Vor dem Bahnhof lauern schon die TukTuk-Fahrer, die einen über das Ohr hauen wollen. € 30,00 für 3 Stunden um ein paar Tempel zu sehen. Schwachsinn, denn genau auf der gegenüberliegenden Seite des Bahnhofes gibt es Fahrräder für € 1,00 zu mieten. Ein kleiner Plan liegt bereits schon im Korb des Fahrrads und so kann es losgehen.

Die Sonne brennt und die Temperaturen sind angenehm heiß, aber das Radfahren ist kein Problem. Auch werden immer wieder einmal KM Angaben von 4-5 genannt, was ich aber stark bezweifle. Das ganze Radfahren ist nicht anstrengend und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen recht nah beieinander. So fahren wir gemütlich von einem zum anderen Wat und freuen uns, dass bei den meisten kaum Besucher von organisierten Bustouren vor Ort sind. Nur am „Wat Maha That“ ist der Parkplatz überfüllt und die Touristenmassen stehen Schlange, um ein Foto mit dem berühmten Kopf, der aus den Wurzeln eines Baumes schaut, zu machen.

Nach ca. fünf Stunden radeln wir gemütlich zum Bahnhof zurück, geben die Fahrräder zurück und essen noch ein super leckeres Pad Thai gegenüber dem Bahnhof. Auf dem Rückweg hat der Zug schon eine Halbe Stunde Verspätung, die er aber bis Bangkok noch ausbaut!

Abends über die Khoansan Road

Jeder Backpacker wird sie kennen und war schon einmal dort! Auf der Khoansan Road tummeln sich die Reisenden. Kaufen, feilschen, essen irgendwelches Zeug und lieben scheinbar „Pad Thai no egg“! Also, muss auch mein Kumpel einmal über diese Straße laufen.

Das Essen ist nicht lecker und das Angebot von Flip Flops bis Musik-CDs ist günstig. Wir verabschieden uns jedoch schnell um in meinem guten kleinen Straßenstammlokal weit abseits der Khoansan Road ein leckeres Green Curry zu essen.

Bangkok Sightseeing – Grand Palace, Wat Pho und MBK

Die wichtigsten und auch schönsten Attraktionen sind meiner Meinung nach der Grand Palace und das Wat Pho. So machen wir uns morgens auf und laufen bis zum Pier Thewet. Die dortige kleine Markthalle bietet so ziemlich alles was keucht und fleucht. Von kleinen lebendigen Aalen über Fröschen bis hin zu großen nach Luft schnappenden Fischen ist alles vorhanden. Die Kamera hat sich kaum erholt, da stehen wir schon am Pier Thewet (Station N15). Dort kaufen viele Einheimische trockenes Brot und schmeißen es in den Fluss Chao Phraya. Die fetten Fische, die es dort in einer unglaublichen Menge gibt, machen so ein Trubel, dass der Betrachter noch auf dem ca. 2,50 Meter hohen Pier nass wird. Ein Spektakel für gerade mal € 0,50. Danach warten wir auf das ganz normale Linienboot und fahren bis zur Station Tha Chang Pier (N9). Von dort aus sind es ca. 5 Minuten bis zum Eingang vom Grand Palace.

Grand Palace

Am Grand Palace tummeln sich nicht nur die Touristen, sondern auch die Taschendiebe, märchenerzählende TukTuk Fahrer und Diamant- und Juwelenverkäufer. Der Grand Palace hat jeden Tag auf, der Eintritt lag im Oktober 2013 bei 500,00 Baht. Wer keine lange Hose bei der Hitze an hat, der kann sich eine lange Hose ausleihen.

Der Weg führt einen über das Gelände, dem Wat Phra Kaeo zum Chakri Maha Prasat. Alles sehr interessant und sehenswert. Mir gefallen jedes Mal wieder die vielen Verzierungen und die Mosaiken.

Wat Pho

Der Fußweg vom Grand Palace zum Wat Pho ist nicht weit. Nach dem Bezahlen des Eintrittes hole ich mir erst einmal mein kostenloses Wasser ab. Die Sonne lacht und der Körper ruft nach Flüssigkeit. Die gesamte Anlage des Wats wirkt auf mich anders, als die meisten anderen Wats in Thailand. Ich kann nicht genau beschreiben warum, aber ich denke, dass es an den Bäumen und den ruhigen Ecken im Wat selbst liegt. Das Highlight ist allerdings der riesige liegende Buddha.

Shopping im MBK

Nach dem Besuch des Wat Pho geht es noch kurz zum Shopping um die letzten Bahts los zu werden. Zum Glück fährt der Bus Linie 15 auf der Hauptstraße vor dem Wat Pho Richtung National Stadium ab und nach ein paar Minuten erreichen wir das Shopping-Paradies „MBK“. Da meine alten T-Shirts erstens nicht mehr besonders sauber und zweitens nicht mehr hübsch aussehen, kaufte ich mir für den Abend noch ein neues Polo-Shirt für ein paar Baht. FlipFlops stehen noch auf der Liste und diese finde ich auch noch super preisgünstig, so dass gleich noch zwei Paar mehr als gewollt in die Tüte kommen. Jetzt geht es noch schnell heim unter die Dusche um dann zum nächsten Highlight aufzubrechen.

THE DOME at lebua – Skybar

Die Skybar und auch das Restaurant „THE DOME at lebua“ ist durch den zweiten Teil des Film Hangover bekannt geworden. Für die Skybar braucht niemand reservieren, es besteht nur „Smart Casual Dress Code“. Dies bedeutet, dass die Herren geschlossene Schuhe und eine lange Hosen tragen müssen. In der Skybar ist meistens sehr viel los. Letztes Jahr reservierte ich mir ein Tisch ganz oben auf dem Dach im „SIROCCO“ (das teuerste Restaurant). Leider war dieses Mal alles auf Tage ausgebucht und so reservierte ich im „breeze“ einen Tisch. Das „breeze“ liegt im 52 Stock und ist auch ein Outdoor-Restaurant.

Zuerst ging es in die Skybar im 63 Stock, dort wurde die Aussicht mit einem „Hangovertini“ genossen, bevor es dann 11 Stockwerke nach unten zum Dinner ging. Nachdem der Fisch bestellt war, wurde ein kleiner leckere Starter serviert. Sowohl dieser Starter, als auch das Hauptgericht waren super lecker. Gut gefüllt wurde die Aussicht und auch das ganze Ambiente verdaut, bevor es zurück auf das Dach ging, um das Essen mit einem Absacker ausklingen zu lassen.

Die Nacht ist noch jung! Auf nach Padpong

Wer schon mal in Bangkok war, wird den Namen „Padpong“ schon gehört haben. Es ist das Vergnügungs- und Rotlichtviertel in Bangkok. Patpong besteht gerade mal aus zwei Parallelstraßen. Die Zeiten, als dort nur Freier auf die netten Damen trafen ist wohl vorbei. Es ist jetzt vielmehr eine Touristenattraktion. Die zwei Straßen sind überfüllt mit Marktständen und allen Krims Krams für Touristen zu überteuerten Preisen. Selbstverständlich gibt es auch noch diverse PingPong-Shows, Stripclubs, Bordells und viele Kneipen. Das Rotlichtmilieu geht vor Ständen fast unter, denn der Besucher sieht davon fast ausschließlich nur blinkende Leuchtreklame. Das Ganze ist den Besuch nicht wert und da es nach Mitternacht ist geht es nach Hause.

Besuch des Mo Chit Market

Heute fängt der dritte Tag in Bangkok an und um 19 Uhr geht der Flieger nach Hause. Somit heißt es nach dem Aufstehen Rucksack packen und im Guesthouse bis zum Nachmittag stehen lassen.

Mit dem Bus geht es zum Mo Chit Market. Den Markt erreicht man einfach mit der Bahn (BTS Skytrain Station (N8) Mo Chit) oder mit dem Bus (Red Bus Linie 3 und 15 von der Khoan San Road). Wir schlenderten drei Stunden durch die Gänge. Wer ein Schnäppchen sieht, der sollte zugreifen, da er sonst den Stand wahrscheinlich nicht mehr wieder findet. Auf dem Weg zur Skytrain sehe ich durch Zufall noch einen Stand, der Handyschalen aus Holz verkauft. Der Clou daran ist, dass sie mit einem Laser ein Logo, Namen oder Sonstiges auf die Rückseite einbrennen. Da ich noch ein paar Baht übrig habe, lasse ich mir mein Overlandtour-Logo einbrennen. Das ist doch mal etwas originelles und das für weniger als 10 Euro.

Jetzt geht es nur noch zurück, etwas essen und dann ab zum Flughafen. See you soon…, Bangkok!

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