San José – Cartago – ein unspektakulärer Mittelamerika-Auftakt

Nach einem harten Hinflug, der über Detroit und Los Angeles führte, landeten wir endlich nach 26 Std. in San Jose. Jetzt denkt wahrscheinlich jeder “Ach du Scheiße”, aber dafür gabs den Flug fast geschenkt – 430€ Hin und Zurück mit Delta Airlines.

Wir hatten das Hostel und den Transfer zuvor gebucht und wurden von Carlos abgeholt, der mir erstmal ein Bier anbot Die warme costa ricanische Sonne begrüßte uns bereits bei angenehmen 24°C um 07:30 Uhr und ein breites Grinsen zauberte sich auf meinen Mund.

In einem Supermarkt wurde kurz verpflegt, bevor es auf Erkundungstour durch die Stadt ging. Schon dort wurden wir auf die warme Theke aufmerksam. Das ein Essmekka darstellte – Empanadas, Pizzabaguettes, Patis, Bananenkuchen und viele gefüllte Teigtaschen mit Hähnchen oder Rind.

Bei der anschließenden Betrachtung der dort lebenden Menschen, machten sich die herzhaften Köstlichkeiten auch an deren Bauchumgebung stark bemerkbar. Da wir etwas länger ratlos in die Auslage schauen, kommt uns eine nette Oma-Verkäuferin entgegen und versucht uns wohl auf spanisch zu erklären, um was es sich bei den Speisen handelt. Da wir fast nichts verstehen und sie fragend anschauen, schneidet sie spontan kleine Häppchen ab und lässt uns probieren. Klasse. Das ist doch mal Kundenservice.

Was uns dann bei dem Stadtrundgang etwas beängstigt, sind die total gesicherten Anwesen – fast schon wie im Gefängnis. Meterhohe Mauern, dicker Stacheldraht oben drauf – teilweise auch unter Strom gesetzt und die Fenster mit breiten Gittern bestückt. Da haben wohl einige Angst vor Einbrüchen…. ob man so leben kann?

San José ist zwar die Hauptstadt in Costa Rica, hat aber eher wenig an Sehenswürdigkeiten zu bieten und eignet sich prima, um einfach nur alles auf sich wirken zu lassen.

Im Stadtkern hämmern teilweise Reggaebeats aus den Ladenlautsprechern, Lotterieverkäufer, sowie Obst- und Gemüseverkäufer werben schreiend um Kunden. Wir machen einen Abstecher in den Mercado Central, wobei es sich um einen überdachten Markt handelt und decken uns mit frischen Maracujas, Mangos und Pomelos ein. Lecker!!

An der Ecke will uns ein Einheimischer einen Teleskopschlagstock und einen Schlagring verkaufen, was wir natürlich ablehnen.

Soda in San José

Soda in San José

Abends essen wir dann in einer landestypischen “Soda”, wobei es sich um ein Mischung zwischen Imbissbude und Restaurant handelt. Es gibt “Casado con carne en salsa” – Reis, schwarze Bohnen, Salat, würziges Rindfleisch und einen krossen Maispuffer für ca. 3,50€.

Gestärkt durch die Sonne fuhren am nächsten Tag nach Cartago, die ehemalige Hauptstadt Costa Ricas, um eine Ruine zu besichtigen. 40 Minuten Busfahrt für nur 500 Colones bzw. 0,75€. Die Preise für öffentliche Verkehrsmittel sind einfach traumhaft.

Im Hostel treffen wir weitere Backpacker und holen uns ein paar Insider-Informationen ein, da sie bereits am Ende ihrer Reise sind und einiges gesehen haben. Luke aus Canada berichtete von einem Raub in Santa Teresa, wo ihm nachts am Strand eine Pistole vorgehalten wurde und er sofort seine Wertsachen aushändigte. Mit diesem Gedanken, wie ich mich wohl verhalten hätte, ging ich sodann zu Bett….

Meine Mittelamerika-Reise:

  1. San José – Cartago – ein unspektakulärer Mittelamerika-Auftakt
  2. Monteverde und Santa Elena – I believe I can fly
  3. San Juan del Sur – ein kleines Fischerdorf mit Surfleidenschaft
  4. Isla de Ometepe – schwarz oder weiß – it doesn’t matter
  5. Granada – Kolonialarchitektur zum Anfassen
  6. Léon – Schlittenfahren war gestern… VOLCANO-BOARDING baby
  7. Fazit zu Nicaragua
  8. Puerto Viejo de Talamanca – vom Pazifik an die Karibik
  9. Dschungel und Tiere im Manzanillo Nationalpark
  10. Bocas del Toro & Isla Bastimentos (Panama) – Inselidylle vom Allerfeinsten
  11. Panama City – wächst und gedeiht
  12. Kuna Yala – San Blas Islands – traumhafte Inseln und leben wie Robinson Crusoe
  13. Fazit zu Panama
  14. Kokosnuss-Boccia in Uvita (Costa Rica)
  15. Manuel San Antonio Nationalpark – und die dreiste Waschbärenbande
  16. Fazit zu Costa Rica
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