Kuna Yala – San Blas Islands – traumhafte Inseln und leben wie Robinson Crusoe

Das Highlight unserer Reise, da waren Janett und ich uns sofort einig. Das war der Karibiktraum schlechthin. Die weißen Strände, das türkise Wasser und die ganzen Palmeninseln hätten je ein Postkartenmotiv darstellen können.

Von Panama gings per Jeep über Berg und Tal, um an einen schmalen Fluss zu gelangen, wo wir von den freundlichen Einheimischen des Kuna Yala Stammes empfangen wurden und auf ein kleines Boot umstiegen, um zur Isla Diablo zu gelangen.

Traumstrände auf den San Blas Inseln

Hier haben wir gewohnt

Schon bei der Anfahrt gings an unzähligen kleinen Inseln vorbei, die teilweise kleiner als Fussballfelder waren.
Wir hatten die Wahl zwischen Bambushüttenunterkunft oder dem Zelten. Wir entschieden uns für letzteres.
Mein Lieblingsplatz war natürlich auf der Hängematte zwischen zwei Palmen, direkt am Strand. Die Insel und das ganze drumherum lud einfach nur zum Träumen und Verweilen ein, wo wir dann auch 3 Tage blieben. Wir fuhren jeden Tag auf andere Inseln, unter anderem auch auf eine Halbinsel. Man konnte quasi mitten im Meer stehen, da die Insel etwas zu niedrig war und sich nicht voll entfaltet hat. Wir schnorchelten an einem versunkenen Schiffswrack und konnten viele knallbunte Fische beobachten. Leider sind die meisten Bilder nicht so gut wie die Videos.

Die Kunas bekochten uns jeden Tag mit 3 Mahlzeiten:

  • Morgens: Rührei, Fladen, Früchte
  • Mittags: Fisch, Reis, Salat, Bananenpuffer, Früchte
  • Abends: Meeresfrüchtemix (sau lecker), Salat, Kartoffeln
Langusten

Langusten

Man konnte sich auch für 6$ frische Langusten zubereiten lassen, die die Kunas jeden Tag fingen. Und das waren riesige Teile, alter Schwede. Es ist auch übrigens offiziell für Touristen verboten, professionell zu tauchen, da die Langusten wohl einfach auf dem Meeresboden krabbeln und man sie einfach aufsammeln könnte. Da dies jedoch eine Einnahmequelle für die Kunas darstellt, ist es halt verboten.

Bei den Kunas herrschen eben eigene Gesetze, da sie seit 1925 unabhängig von Panama sind und so ihre eigenen Regeln haben. Auf der Insel lernten wir Niko aus Österreich kennen, der mit einer Kuna verheiratet ist und auch ein Kind mit ihr hat. Um in den Stamm eintreten zu können und sie zu heiraten, musste er eine Strafe zahlen. Das war alles! Keine romatische Hochzeit und so 🙂 Man kann auch keine Kuna als Freundin haben, das ist verboten. Also kein Händchen halten, küssen und ausgehen. Wenn man das will, dann muss man sie erst heiraten.

Was auch markant für die Kunas ist, dass den Frauen alles gehört und sie die Bosse hier sind. Sie tragen traditionelle Kleidung, insbesondere Beinschmuck und haben ein Goldpiercing in der Nase. Weiterhin besitzen sie das Grundstück, regeln das Geschäft und ziehen die Kinder groß. Dementsprechend dominant und selbstsicher treten sie auf – Gruß an meine liebe Schwester von hier aus – sie wäre hier definitiv Königin. Falls die Männer kein Bock mehr auf ihre Frau haben, hauen sie einfach ab – das ist dann die offizielle Kuna Scheidung.

Geduscht wurde entweder open-air oder im Klo. Dort stand eine riesige Wassertonne, wo man Wasser mit einer Kelle herausnahm und über sich goss – oder um sein “Geschäft” herunterzuspülen. Da es nachts kaum Licht gab, wurde ein riesiges Lagerfeuer entzündet, welches aus angespültem Holz oder Palmblättern bestand. Letzteres fackelt wie die Hölle, leider nur von kurzer Dauer. Dafür entdeckten wir alte Kokosnüsse, als Feuerungsmittel Nr.1 – brennt wie Zunder.

Nachts sind wir dann mal kurz vor Schreck aufgewacht, denn es tat einen riesen Schlag auf dem Zelt – mit der Taschenlampe entdeckten wir dann ein heruntergefallenes Palmblatt und eine Kokosnuss. Wir bedankten uns nach aufregenden und traumhaften Tagen bei “Arquimedes” und dem Stamm und zogen mit vielen neuen Eindrücken zurück in die Zivilisation.

Meine Mittelamerika-Reise:

  1. San José – Cartago – ein unspektakulärer Mittelamerika-Auftakt
  2. Monteverde und Santa Elena – I believe I can fly
  3. San Juan del Sur – ein kleines Fischerdorf mit Surfleidenschaft
  4. Isla de Ometepe – schwarz oder weiß – it doesn’t matter
  5. Granada – Kolonialarchitektur zum Anfassen
  6. Léon – Schlittenfahren war gestern… VOLCANO-BOARDING baby
  7. Fazit zu Nicaragua
  8. Puerto Viejo de Talamanca – vom Pazifik an die Karibik
  9. Dschungel und Tiere im Manzanillo Nationalpark
  10. Bocas del Toro & Isla Bastimentos (Panama) – Inselidylle vom Allerfeinsten
  11. Panama City – wächst und gedeiht
  12. Kuna Yala – San Blas Islands – traumhafte Inseln und leben wie Robinson Crusoe
  13. Fazit zu Panama
  14. Kokosnuss-Boccia in Uvita (Costa Rica)
  15. Manuel San Antonio Nationalpark – und die dreiste Waschbärenbande
  16. Fazit zu Costa Rica
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