Istanbul – Stadt auf zwei Kontinenten

Kirche Moschee Hagia Sophia

Goldenes Horn, Byzanz, Hagia Sophia, Topkapi Palast – Märchen aus Tausend und einer Nacht. Viele Begriffe fallen mir zu dieser Stadt am Rande Europas ein.

Letztes Jahr entschloß ich mich daher, Istanbul einen Besuch abzustatten und all diese Sehenswürdigkeiten aus der Nähe zu betrachten. Da es gute und preiswerte Flugverbindungen von Deutschland aus gibt und auch günstige Hotels vor Ort zur Verfügung stehen, ist dieser Trip echt empfehlenswert.

Ankunft in Istanbul

Bruecke Goldenes Horn

Galatabruecke

Wachturm Beobachtungsturm Stadtmauer hinaufgehen

Aufstieg Galataturm

Ich landete pünktlich am Atatürkflughafen am Rande der Stadt. Von hier brachte mich zuerst eine Schnellbahn und dann eine Straßenbahn bis an die Südspitze der Halbinsel. Zum Schlafen hatte ich ein Hotel in Sirkeci gebucht, in direkter Umgebung der meisten Sehenswürdigkeiten. Bei der Ankunft stellte ich zwar fest, dass diese Unterkunft auch schon bessere Tage gesehen hatte, aber im Großen und Ganzen war meine Hotelwahl ok. Enttäuscht wurde ich etwas vom Wetter. Obwohl Anfang Oktober laut Reiseführer noch angenehme Temperaturen vorherrschen, war es doch schon ganz schön frisch. Durch die Meerenge weht immer ein starkes Lüftchen, was die gefühlten Temperaturen noch mal nach unten bringt.

Erste Erkundungen in Istanbul

In unmittelbarer Nähe zu meinen Hotel befand sich das Goldene Horn. Hierbei handelt es sich um eine 7 km lange Meeresbucht, die mehrere Hundert Meter breit ist. An seinem Ufer befinden sich jetzt Uferpromenaden und Parks, wo die Touristen und Einheimischen bei schönem Wetter flanieren. Magischer Anziehungspunkt ist die Galatabrücke, die hier das Goldene Horn überbrückt. Von hier hat man einen phantastischen Blick auf die Silhouette von Istanbul mit den vielen Moscheen. Die Galatabrücke hat zwei Ebenen, auf der unteren liegen Restaurants und Cafes, oben führt die Straße lang. Am Geländer stehen immer viele Einheimische und vertreiben sich ihre Zeit mit Angeln. Die zum Bosporus weisende Seite ist die Ostseite. Hier sollte man am Morgen einen Cafe trinken, wohingegen die andere Seite mehr für den Abend geeignet ist, wenn die Sonne untergeht. Aufgrund der kühlen Witterung konnte ich mich jedoch nicht dazu aufraffen, hier im Freien zu sitzen.

Auf der anderen Seite des Goldenen Horns

Einkaufsstraße Boulevard Fußgängerzone Istanbul

Istiklal Cadessi in Beyoglou

Von der Brücke erblickte ich bereits den Galata-Turm, einen Bestandteil der ehemaligen genuesischen Stadtmauer. Der Galata-Turm liegt bereits im Stadtteil Karaköy auf der anderen Seite des Goldenen Horns. Daran schließt sich der Stadtteil Beyoglou an. Bis ich in Beyoglou ankam, musste ich jedoch einen ordentlichen Anstieg bewältigen. Der Istanbuler Stadtteil liegt etwa 200 m über Meereshöhe, eine ordentliche Strecke zu erlaufen. Hier erwartete mich ein komplett europäisches Stadtviertel mit einer riesigen Einkaufspromenade und Hunderter westlicher Geschäfte. Die Fußgängergängerzone Istiklal Cadessi wimmelte nur so von europäisch gekleideten Einheimischen. Aufgrund der Gebäude kam man sich wie in einer typischen westeuropäischen Großstadt aus dem vergangenen Jahrhundert vor. Hier erkundete ich in Ruhe die kilometerlange Flaniermeile und diverse Seitenstraßen. In diesen Nebenstraßen befinden sich Hunderte Kneipen, Bars und Clubs und stellen somit eines der beliebtesten Ausgehziele dar.

Der Kulturteil meines Istanbulbesuchs – Hagia Sophia

Kirche Moschee Hagia Sophia

Hagia Sophia in Istanbul

Fresko Mosaik Abbild Hagia Sophia

Mosaik Hagia Sophia

Was wäre ein Stadtbesuch von Istanbul ohne die Hagia Sophia und den Topkapipalast? Nach dem Frühstück begab ich mich direkt zum Eingang der berühmten Kirche, musste aber feststellen, dass mir viele andere Touristen zuvorgekommen waren. Nach einer entsprechenden Wartezeit konnte ich endlich den Innenbereich betreten. Die Hagia Sophia wurde von den Byzantinern im 6. Jh. als Hauptkirche erbaut, nach der Eroberung durch die Türken im Jahre 1453 aber zu einer Moschee umgewidmet. Die Größe der Moschee erschlägt einen regelrecht, wenn man im Inneren steht. Die Kuppel in 56 m Höhe schwebt regelrecht über dem Betrachter, so ist jedenfalls das Gefühl. Vier mächtige Pfeiler tragen sie. Überall können Besucher Mosaiken entdecken, die schon Jahrhunderte alt sind. Im Anschluß an den Besuch der Hagia Sophia bietet sich sofort eine Erkundung des Topkapi-Palastes an.

Der Topkapipalast

Der Palast war die Machtzentrale des Sultans. Neben den privaten Unterkünften waren hier auch die Janitscharen stationiert und die Regierungsgebäude angesiedelt. Auf dem Höhepunkt seiner Macht im 18. Jahrhundert lebten auf dem 70 Hektar großen Areal etwa 40.000 Menschen.

Modell Sultanspalast Topkapi Istanbul

Topkapi-Palast Istanbul

Der Topkapi-Palast besteht aus 4 hintereinander angeordneten Höfen. Der erste Hof ähnelt mehr einen Garten, in dem einzelne Häuser stehen. In den nachfolgenden 3 Innenhöfen sind der Harem, die Schatzkammer, der Audienzsaal, die Wirtschaftsgebäude und noch zahlreiche andere Gebäude angeordnet. Hier verbrachte ich bei der Erkundung viele Stunden. Im Tulpengarten im letzten Hof erhält man dann einen wunderschönen Ausblick auf den Bosporus. Für Kultur- und Geschichtsinteressierte wie mich ist dieser Palast ein Ort vieler Entdeckungen. Einziger Wehmutstropfen war, dass die Anlage von Touristen nur so überfüllt war. Trotzdem kann ich den Besuch jedem Touristen nur ans Herz legen.

Fortsetzung folgt…

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