Hanoi – Südvietnams Wirtschaftsmetropole

Vietnamesischer Goldfischhändler

Saigon begrüßte mich mit schwülwarmen Temperaturen. Vom Flughafen nahm ich mir ein Taxi, das mich innerhalb von 20 Minuten zum gebuchten Hotel brachte.

Nach meinen Aufenthalt in Phu Quoc wollte ich mich einer Reisegruppe anschließen, um ganz Vietnam kennen zu lernen. Die Gruppe kam am nächsten Morgen an, da ich aber keinen passenden Flug bekam, reiste ich einen Tag früher an.

Typische Straßenszene in Vietnam

Typische Straßenszene in Vietnam

Erstes Bekanntmachten mit den Mopeds

Saigon hat diverse Sehenswürdigkeiten zu bieten und so erkundete ich die Stadt bereits an diesem Nachmittag. Der Straßenverkehr und der damit verbundene Lärm sind atemberaubend. Hunderte Mopeds passieren jede Minute die Kreuzungen, ohne dass es zu vielen Unfällen kommt. Ein Überqueren der Strasse verlangt etwas Mut, da der Mopedverkehr ununterbrochen ist. Man muss die Strasse betreten und langsam, ohne auf den Verkehr zu achten, überqueren. Die Fahrer umrunden einen dann rechts und links. Gefährlich wird es für einen selbst und die Mopedfahrer, wenn man plötzlich stehen bleibt. Damit rechnen die Fahrer nicht und es kommt zu gefährlichen Situationen.

Der Präsidentenpalast in Saigon

Mein erster Anlaufpunkt war der ehemalige Präsidentenpalast, der durch die Bilder der das Tor niederwalzenden Panzer zum Ende des Vietnamkrieges weltbekannt ist.

Präsidentenpalast in Saigon

Präsidentenpalast in Saigon

Hier residierte der südvietnamesische Präsident bis zu seiner Entmachtung. Die Inneneinrichtung ist noch das Original der 1970er Jahre. Besucher fühlen sich unwillkürlich in eine andere Zeit versetzt. Nach einem kurzen Besuch dieses Palastes begab ich mich in die Mitte des Zentrums, wo ich einen kleineren Park vorfand. Dort wollte ich etwas rasten, wurde jedoch von einem jungen Vietnamesen angesprochen, der an mir seine Englischkenntnisse testen wollte. Am Ende unterhielten wir uns 2 Stunden, bis es bereits dunkel wurde. In unmittelbarer Nähe befand sich das Backpackerviertel, wo ich dann etwas gegessen habe. Auf dem Rückweg zum Hotel stieß ich auf einen Zirkus, der gerade seine Vorstellung begann. Für schlappe 3 Euro erlebte ich nach 25 Jahren wieder eine Zirkusvorstellung, die einige gute artistische Einlagen enthielt.

Das “Kriegsrestemuseum”

Im Kriegsrestemuseum in Saigon

Im Kriegsrestemuseum in Saigon

Am nächsten Morgen traf dann die ganze Reisegruppe ein. Der Reiseleiter präsentierte dann einige organisatorische Details, bevor die Stadterkundung begann. Aufenthalte in Städten sind prinzipiell ohne Programm bei diesem Reiseveranstalter und so konnte man individuell Saigon besichtigen. Mit 2 anderen Mitreisenden besuchten wir das “Kriegsrestemuseum”, die größte Ausstellung über den Vietnamkrieg. Obwohl es etwas propagandistisch ist, präsentiert das Museum umfangreiche Infos über den Vietnamkrieg und seine Folgen. Für Zartbesaitete ist das Museum nicht empfehlenswert, da auch viele Fotos der Bombenopfer und der Opfer des Chemieeinsatzes ausgestellt sind. Im Außenbereich finden sich diverse Armeegeräte der US-Armee, wie Panzer, Geschütze, Hubschrauber und Flugzeuge. Im Anschluss an den Museumsbesuch schlenderten wir durch das ehemalige französische Viertel. Hier finden sich noch prachtvolle Bauten wie die Post oder das Theater. Ein Blickfang ist auch die Kathedrale.

Eine Rikschafahrt durch Saigon

Rikschafahrt in Saigon

Am darauf folgenden Tag entschloss sich ein Grossteil der Gruppe, mit einer Rikscha das Chinesische Viertel zu erkunden. Die Fahrt machte richtig Spaß, obwohl man im Verkehrsgetümmel neben Bussen und Autos manchmal richtig Angst bekam.

Bitexco Financial Tower in Saigon

Bitexco Financial Tower in Saigon

Im Chinesischen Viertel gibt es viele Tempel zu besichtigen, was wir auch taten. Am späteren Nachmittagen wollte ich mit 3 anderen Mitreisenden zur Aussichtsplattform im Bitexco Financial Tower gehen. Das Gebäude sieht einfach genial aus, die Form ist einer Lotusblume entlehnt. Von oben hatten wir eine hervorragende Aussicht auf Saigon. Eine Etage höher befand sich ein Restaurant, wo wir uns ein Bier gönnten und auf den Einbruch der Nacht warteten. Mit einbrechender Dunkelheit wurden mehr und mehr Hochhäuser beleuchtet und plötzlich leuchtete die ganze Stadt. Ein echt schönes Erlebnis, diesen Übergang von vielleicht 30 min zu beobachten.

Fortsetzung folgt…

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