Granada – Kolonialarchitektur zum Anfassen

Am Parque Central geht das Flair dieser alten Kolonialstadt einem in Fleisch und Blut über. Einige Pferdekutschen locken für Stadtrundfahrten und die großen, restaurierten Gebäude vergangener Zeit luden zum Bleiben ein. Überall hohe Decken und riesige Zimmer. Unser Hostel hätte früher auch en Supermarkt sein können. Es duftet herrlich nach “Quesillos”. Maisfladen mit eingearbeitetem Ziegenkäse. Dazu ein etwas schärferes Dipping aus Tomaten, Zwiebeln und Chillis.

Hochzeit in einer Kirche in Granada

Hochzeit in einer Kirche in Granada

Nicaragua ist ein sehr streng katholisch-gläubiges Land, deshalb gibt es hier auch unzählige alte Kirchen, die teilweise wunderschön restauriert wurden. Bei der Besichtigung der ältesten Kirche “Convento y museo San Francisco” in Zentralamerika konnten wir einer Hochzeit beiwohnen. Die weiße Kutsche, samt weißem Pferd und den in ganz weiß gekleidetem Kutscher warteten bereits draußen. Im Anschluss erfreuten erfreuten wir uns an einer Art Slush-Eis, wie es mal früher im gerer Freibad gab. Halb mit Frucht-, halb mich Schokocaramellsirup.

Es ist Samstagabend und die Stadt kocht richtig. Auf der Hauptmeile treten kleine Kinder mit einer Breakdanceperformance auf und kleine Musikgruppen in traditioneller Kleidung spielen Latinomusik.

Obdachloser "Nica" tanzt

Obdachloser “Nica” tanzt

Ein Odachloser tanzt zu den Beats und erfreut sich seines Lebens. Was uns dann doch etwas traurig stimmt, sind die vielen 7-9-jährigen, die einen kleinen Korb mit Süßigkeiten dabei haben und von ihren Eltern zum Geldverdienen geschickt wurden. Man hat natürlich Mitleid mit den Kids und würde ihnen gerne etwas abkaufen, aber es ist nicht gut, da die Eltern die Kinder bei gutem Verdienst immer öfter zum Verkaufen schicken und sie dafür keine Schulbildung genießen. Das gleiche Problem gibts in den meisten ärmeren Ländern und wird wohl immer so sein.

Nachts im Hostel war nicht an Schlaf zu denken, da stets Autos auf der Straße hupten. In Nicaragua hupt jeder Kfz-Führer bestimmt 100x am Tag. Beim Überholen, zum Grüßen von Menschen, bei längerem Warten (ca. 3 Sek) und beim Einfahren in die Kreuzung, damit jeder weiß, dass ein Fahrzeug kommt.

Noch ein paar Bilder aus Granda (Zum Vergrößern klicken):

Meine Mittelamerika-Reise:

  1. San José – Cartago – ein unspektakulärer Mittelamerika-Auftakt
  2. Monteverde und Santa Elena – I believe I can fly
  3. San Juan del Sur – ein kleines Fischerdorf mit Surfleidenschaft
  4. Isla de Ometepe – schwarz oder weiß – it doesn’t matter
  5. Granada – Kolonialarchitektur zum Anfassen
  6. Léon – Schlittenfahren war gestern… VOLCANO-BOARDING baby
  7. Fazit zu Nicaragua
  8. Puerto Viejo de Talamanca – vom Pazifik an die Karibik
  9. Dschungel und Tiere im Manzanillo Nationalpark
  10. Bocas del Toro & Isla Bastimentos (Panama) – Inselidylle vom Allerfeinsten
  11. Panama City – wächst und gedeiht
  12. Kuna Yala – San Blas Islands – traumhafte Inseln und leben wie Robinson Crusoe
  13. Fazit zu Panama
  14. Kokosnuss-Boccia in Uvita (Costa Rica)
  15. Manuel San Antonio Nationalpark – und die dreiste Waschbärenbande
  16. Fazit zu Costa Rica

Artikelbild: Adalberto.H.Vega (CC BY 2.0)

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