Erste Erkundungen in Hong Kong

Bummeln,Shoppen

 

Teil 1 (Hong Kong – China mit englischer Facette) | (Teil 2)

Nachdem ich nun einen Schlafplatz hatte, konnte ich mich der Erkundung der näheren Umgebung widmen. Es handelte sich hier um den Distrikt Causeway Bay auf Hong Kong Island.

Überall sah ich Schmuck- und Klamottenläden, viele Dutzende Geschäfte. Ich schlenderte etwas herum, aber überall war das gleiche Bild: Menschenmassen und diese Geschäfte. Langsam wurde ich hungrig, aber ich konnte bis auf kleine Imbissstände nichts entdecken. Keinerlei Cafes oder Restaurants, echt komisch. Nachdem ich etwa eine halbe Stunde herumgelaufen war und mich dabei irgendwie im Kreis bewegte, fand ich endlich eine Straße, wo es fast nur Restaurants und Imbissbuden gab. Hier aß ich das erste Mal ein chinesisches Mahl, bevor ich mich auf den Rückweg begab.

Bekanntschaft mit anderen Hostelbewohnern

Im Hostel legte ich mich erstmal für 2 Stunden hin. Ich begab mich dann auf die Terrasse, wo bestimmt 15 andere junge Leute aus aller Herren Länder saßen. Es wurde ein gemütlicher Abend bis etwa 1 Uhr am Morgen, als dann einige der Leute vorschlugen, uns nach Lan Kwai Fong in Central aufzumachen. Diese Straße und angrenzende Gassen ergeben das Nightlife – Zentrum auf Hong Kong Island. Hier befinden sich Bars, Clubs und Restaurants für jeden Geschmack. An diesem Wochentag war zwar nicht so viel los, trotzdem konnten wir uns hier etwas vergnügen. Mit dem Taxi fuhren wir dann wieder zurück, um dann aber erschöpft in unseren Etagenbetten einzuschlafen.

Besichtigung von Hong Kong Island

Meine erste Stadterkundung absolvierte ich mit der Straßenbahn. Diese rumpelnden Fahrzeuge sind perfekt geeignet, um einen ersten Eindruck von der Stadt zu gewinnen. Die Sitze sind etwas hart, alles ist eng, dafür ist aber die Aussicht von der oberen Etage genial. Ich versuchte stets, ganz vorne zu sitzen, um einen guten Blick auf die Straßen zu bekommen. Die Straßenbahn rumpelt entlang der Nordseite von Hong Kong Island in gemächlichem Tempo dahin. Etwa alle 500 m wird ein Halt eingelegt.

Wochenmarkt

Markttreiben Hong Kong

Nach einer knappen Stunde erreichten wir die Endstation in Chai Wan. Beim Aussteigen muss man dann entweder mit Münze oder Sammelkarte zahlen. Dieser Stadtteil am östlichen Rand der Insel ist überhaupt nicht mehr touristisch. Ich spazierte etwas ziellos herum, bis ich auf einen Wochenmarkt der Einheimischen stieß. Hier gab es all die Lebensmittel, die man so als Chinese isst. Auf dem Weg zurück zur Haltestelle stieß ich noch auf ein Hinweisschild, dass in der Nähe ein Fort sei. Da ich mich für Geschichte und auch militärische Sachen sehr interessiere, begab ich mich dorthin. Nach einem zwanzigminütigen Spaziergang stand ich vor dem Hong Kong Museum of Coastal Defence

Eine alte Hong Konger Festung

Diese Festungsanlage wurde von den Briten im Jahre 1885 errichtet, um den südlichen Eingang des Kanals zu schützen. Es handelte sich um hier um eine typische Festungsanlage der damaligen Zeit, die sowohl auf als auch im Berg errichtet wurden war. In den Kasematten wurde detailliert die Geschichte dieser Festung präsentiert, von den harten Lebensbedingungen der Soldaten bis zur Militärgeschichte von Hong Kong. Für mich am beeindruckendsten waren jedoch die Berichte und Fotos über die Zeit des japanischen Angriffes 1941 und die Besatzungszeit durch die japanische Armee. Nach der intensiven Lektüre aller Schautafeln begab ich mich auf das Außengelände der Festung. Von hier hat man einen wunderschönen Ausblick auf das gegenüberliegende Kowloon und den Kanal. In Kowloon wurden am Ufer Dutzende hohe Apartmentblocks gebaut, die Küste ist regelrecht zubetoniert. Der Anblick war irgendwie schaurig schön.

Anschließend schlenderte ich am Ufer zurück Richtung Straßenbahn. Dabei stieß ich auf einen kleinen Park, wo diverse ältere Bewohner Sport absolvierten oder ein Schwätzchen mit Freunden und Nachbarn hielten. Gleich nebenan befand sich einer der Taifunschutzhäfen von Hong Kong (Causeway Bay Typhoon Shelter).

Taifoon Shelter

Taifunschutzhafen Hong Kong

In diesem geschützten Hafenbecken werden vor jedem größeren Tropensturm alle Fischerboote gebracht. Im Moment befanden sich jedoch nur wenige Boote im Hafen. Anschließend nahm ich die Bahn, um Richtung Finanzdistrikt zu fahren. Hier haben alle renommierten Weltbanken eine Niederlassung. Der Stadtteil ist voll von modernen Hochhäusern, in denen Zehntausende Banker werkeln. Im Erdgeschoß bzw. Im Untergeschoß gibt es überall Geschäfte und Shoppingmalls. Durch Tunnel oder Überführungen sind die meisten Gebäude miteinander verbunden, somit kommt man auch trockenen Fußes von einem Haus zum nächsten.

Wetten auf der Pferderennbahn

Abends traf ich auf der Terrasse des Hostels einige Bekannte und nach einem gemütlichen Plausch beschlossen wir, die Pferderennbahn von Happy Valley (Happy Valley Racecourse) zu besuchen. Trotz einer geschätzten Entfernung von maximal 2 Kilometern brauchten wir dann doch etwas Zeit, bevor wir an der Rennstrecke ankamen. Etwa 8 Rennen waren für den Abend geplant, was etwa 2,5 Stunden bedeutete. Die ganze Anlage war wieder typisch Hong Kong: Die Zuschauertribüne und die Rennstrecke hatte englisches Flair, die gegenüberliegende Seite war jedoch von den typischen Wohnhochhäusern zugebaut. An diesem Abend war die Tribüne nicht sehr voll, vielleicht 2.000 Zuschauer waren da. Den restlichen Abend verhielten wir uns dann wie die Mehrheit der Gäste – wir kauften einen Wettschein für das nächste Rennen, fieberten mit, ob unser Gaul den ersten Platz gewinnen würde und freuten uns wie Schneekönige, wenn wir dann unseren Einsatz von 2 Euro verdoppelt hatten.

Hier noch ein paar visuelle Eindrücke von Hong Kong:

Pin It

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *