Ein Kurztrip nach Sansibar

Der Flughafen in Dar es Salaam ist eher klein, sehr klein. Die Einreiseformalitäten brachte ich recht schnell hinter mich und ging aus dem Gebäude. So, hier stand ich nun, keine Ahnung von der Planung, die zwei Geldautomaten, die es gab, gaben mir keine Schilling, nur weil sie die EC-Karte (Maestro) nicht wollten. Hmm, zum Glück hatte ich in Frankfurt noch Dollar getauscht, so dass ich mir wenigstens eine Telefonkarte kaufen konnte um einen meiner zwei Couchsurfer zu erreichen. Das Ganze dauerte dann doch gute 45 Minuten und als ich fast dran war um die Telefonkarte zu kaufen, sprach mich jemand an: „Hello you’re Jens??? I’m John…“. Na also, es passt und mein Couchsurfer holte mich ab. Er war etwas verwundert, dass ich nur so einen kleinen Rucksack mit hatte und so beschlossen wir, samt seiner Tante, mit dem Minibus zu ihm zu fahren. Die Fahrt dauert dann bestimmt gute zwei Stunden und es war schon dunkel bis wir bei John daheim ankamen. Ich hatte einen eigenen Raum mit einem großen Bett mit Moskitonetz. Super, die Familie ist nett und das Eis schnell gebrochen. Die kleinen Kids freuten sich über meine mitgebrachten Gummibärchen und so gegen 21.00 Uhr war ich dann fertig mit der Welt und ging zum Schlafen.

Dar Es Salam CouchsurferJohns Tante ist gerade pensioniert worden und macht eine eigene Firma für Touristen auf, hier könnt ihr alles buchen was in Tansania möglich ist. Wer will nicht mal auf den Kilimajaro???

Am nächsten Morgen hat mir John die Stadt gezeigt und seine Freundin vorgestellt. Sie arbeitet in einer Arztpraxis. Nachdem ich die Tickets für die Fähre nach Sansibar gekauft hatte, brauchte ich mal einen Geldautomaten. Leider nehmen die alle hier nur VISA und die hatte ich nicht. Also haben wir dann ca. 2 Stunden gebraucht, bis wir einen Automaten gefunden hatten. Nachdem ich ganze 200.000 Schilling hatte, war es schon Zeit Abschied von John zu nehmen. Die Fähre ging und ich schipperte los. In Sansibar angekommen wieder eine Einreiseprozedur! Witzig ein extra Stempel in den Reisepass zu bekommen. Stempel rein und bloß weg von den Schleppern, die im Hafen warten. Ich kannte noch vom letzten Mal einen Backpacker in Oldtown zu dem ich in ungewollter Begleitung eines Schleppers auch den Weg fand. Die Nacht war gerettet. Nach einer Dusche ging es noch an den Seafoodmarkt zum Essen und danach nach Hause.

Am nächsten Tag bin ich durch die Stadt gelaufen und bekam leider wieder einen selbsternannten Stadtführer. Naja, so hatte ich jemanden zum Unterhalten und für ein paar Euros jemanden der mir die Wege zeigt. Nachdem das abgeschlossen war, wollte ich wieder einen Geldautomaten suchen, da es möglich sein kann, morgen und in den nächsten Tagen keinen mehr zu finden. Leider wollte der eine Automat mit MAESTRO-Zeichen die Karte nicht……SCHEIxxxx; Naja, was soll´s, ein Sicherheitsmann meinte hinter dem Hafen gäbe es noch einen. So bin ich dort hingelaufen und unterwegs bekam jemand mit, dass ich die Barclays-Bank suchte. Er nahm mich mit und setzte mich vor der Tür ab, nette Leute hier. Den Weg zurück bahnte ich mir durch Gassen, wo bestimmt keine Touri hinkommt, aber es war sehr interessant.

Morgen geht es in den Norden und das mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, da mein selbsternannter Guide mich morgen vor dem Backpacker abholt und mir den Bus zeigt. Kostet dann nur 1,00 Euro statt bis zu 15 Euro, wenn ich das über eine Touranbieter mache.

Auf zum Nugwi-Beach – Der Norden von Sansibar

Nugwi ist bekannt für seinen Party-Beach und ich wollte etwas Relaxen am Strand. Ja, ihr habt richtig gehört! Beach ist angesagt und keine Aktivitäten oder Entdeckungstouren. Das mit den Öffentlichen hat natürlich nicht geklappt, bin aber in einem Sammeltaxi billig in den Norden gekommen (6,00 €). Dort habe ich dann auch gleich ein billiges Zimmer in einem Backpacker gefunden, nachdem ich doch schon gut gehandelt hatte. Bis zum Strand sind es nur so ca. 200 m und dort angekommen war ich ganz alleine. Zum Glück checkte noch ein Italiener mit mir ein, der saß nämlich auch im Sammeltaxi, so dachte ich, dass wenigstens einer da ist zum Unterhalten. Leider sprach er so schlecht englisch, dass ich ihn erstens nicht richtig verstand und zweitens er deshalb auch nicht gesprächig war. Naja, mein neues Buch war in drei Tagen durch und ich hatte nach dem ersten Tag schon einen Sonnenbrand auf der Glatze. Dabei saß ich nur im Schatten, außer der 4-mal, als ich im Wasser war. Abends, direkt nach der Dusche, ging es wieder an diesen Strand, wo tagsüber die Liegen standen und Abends die Tische für das Essen aufgebaut wurden.

Sansibar schnorchelnEin paar Tage später musste ich mal was machen, daher buchte ich eine Schnorcheltour, die ich schon einmal vor zweieinhalb Jahren gemacht hatte. Damals war aber gerade Regensaison und die Sonne schien nicht. Jetzt mit Sonne und viel Licht unter Wasser sah ich doch gleich viel mehr. Aber wie ich schon damals feststellte, ist das Schnorcheln hier nichts gegenüber Mosambik! Was toll war, war der Lunch danach. Diesen gab es an einem einsamen Strand (siehe Video unten), wo das Wasser locker über 40 Grad war und der Sand ein Traum. Bei der Tour traf ich dann auch einen Berliner und ein dänisches Pärchen. Schade, dass es schon mein vorletzter Tag war. Nach der Tour haben wir noch schön ein paar Bierchen getrunken und uns noch am nächsten Morgen am Strand getroffen, bevor ich am Mittags zurück nach Stonetown gefahren bin. Diesmal aber wirklich mit den lokalen Dahla Dahlas! Das ist eine Pritsche mit Dach auf ca. 2,5 x 1,80 m. Die Fahrt dauerte 1,5 Stunden. Es kam mir ewig vor, da es sehr unbequem war mit bis zu 23 Personen. Also, sehr eng!!!! Aber es war wieder einmal eine Erfahrung.

In Stonetown kann der Touri eigentlich nichts machen, da nach 3 Stunden alles abgelaufen ist und er dauernd JAMBO, HOW ARE YOU MY FRIEND… hört. Übrigens: der schön Fischmarkt abends ist leider dem Kommerz zum Opfer gefallen. Dieser wurde wohl von einem Inder angemietet, der nun für teuer Geld den Fisch verkaufen läßt. Die Köche stehen mit weißen Mützen hinter den Ständen und ich frage mich nur…wo ist nur das schöne Afrika geblieben!!! Morgen geht es nach Dar es Salaam zurück und in die Heimat!

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